Mehrwegsytem am Viktualienmarkt

Ein Kaffee oder Saft auf die Hand, ein Snack beim Bummel über den Viktualienmarkt, ein spontaner Zwischenstopp an einem der Stände: To-go ist Teil des Viktualienmarkt-Alltags geworden. Und jetzt gehört das einheitliche Mehrwegsystem des Pilotprojekts „ReMuc – Ois im Kreis“ ganz selbstverständlich auch dazu. Am Mittwoch, den 27. Mai 2026, stellt Bürgermeisterin Verena Dietl zusammen mit Kommunalreferatsleiter Edwin Grodeke und den Projektbeteiligten das Projekt am Viktualienmarkt vor.

So funktioniert das System:

Speisen und Getränke zur Mitnahme werden am Viktualienmarkt an allen teilnehmenden Ständen in RECUP Bechern und Bowls ausgegeben. Für die Besucher*innen folgt das System der gewohnten Pfandlogik mit einem Euro Pfand für Becher und fünf Euro für Bowls. Die Rückgabe der Behältnisse rund um die Uhr an neun Automaten an fünf Standorten auf dem Marktgelände möglich. Das Pfand wird eine Zeit lang noch in Münzen erstattet, bis die Automaten auf eine bargeldlose Version umgerüstet werden. Die Zahl der teilnehmenden Marktstände wächst kontinuierlich, aktuell sind zehn Stände Teil des Projekts. Eine Übersicht findet sich unter www.recup.de/viktualienmarkt. Die Becher und Behältnisse vom Markt können auch an allen andern RECUP-Rückgabeorten in der Stadt abgegeben werden. RECUP Becher und Behältnisse ohne QR-Code, die nicht am Viktualienmarkt gekauft wurden, schlucken die Automaten jedoch noch nicht.

Damit Mehrweg sich nahtlos in den Marktalltag einfügt, arbeiten mehrere Münchner Partner mit den Märkte München zusammen. RECUP stellt die Becher und Bowls bereit. CircleCube liefert die Rückgabeautomaten, Relevo betreibt diese und stellt zudem die Bestellplattform für Standbetreiber. Logistik und professionelle Spülung der Behältnisse übernimmt Cup Company Service.

Die Märkte München haben das Pilotprojekt auf fünf Jahre angelegt. Es soll zeigen, wie Mehrweg an stark besuchten Orten im Stadtleben umgesetzt werden kann. Der Viktualienmarkt dient dabei als Modell für weitere Plätze, an denen Menschen unterwegs essen und trinken, etwa andere Märkte, öffentliche Orte oder Verkehrsknotenpunkte. ReMuc macht sichtbar, wie Mehrweg Teil des Alltags werden kann, ohne diesen zu verkomplizieren.